Der Begriff “Kostenlos” bezieht sich darauf, dass Hilfeleistungen innerhalb des H.e.l.f.a.-Konzepts ohne finanzielle Gegenleistung erbracht werden. Dies bedeutet, dass die angebotene Unterstützung oder Dienstleistung für die Empfänger ohne direkte finanzielle Belastung erfolgt. Eine ausführliche Betrachtung dieses Konzepts verdeutlicht, dass es nicht nur die Abwesenheit von monetären Transaktionen umfasst, sondern auch bestimmte Prinzipien und Werte einschließt:
Freiwilligkeit: Die Bereitstellung von Hilfe erfolgt auf freiwilliger Basis. Diejenigen, die ihre Unterstützung anbieten, entscheiden sich aktiv dazu, ohne gezwungen oder entlohnt zu werden.
Gemeinwohl: Die Hilfeleistungen dienen dem Wohl der Gemeinschaft. Das Hauptziel besteht darin, eine positive Wirkung auf die Gruppe oder die Gesellschaft zu haben und nicht primär individuellen finanziellen Gewinn zu erzielen.
Ressourcenbasiert: Die Hilfe basiert auf der Bereitstellung von Ressourcen, sei es Zeit, Fähigkeiten, Wissen oder andere Formen von Unterstützung. Diese Ressourcen werden geteilt, um das Leben innerhalb der Gemeinschaft zu verbessern.
Gleichberechtigung: Kostenlosigkeit bedeutet auch Gleichberechtigung. Jeder in der Gemeinschaft hat gleichen Zugang zu den angebotenen Hilfsleistungen, unabhängig von finanziellen Möglichkeiten.
Vertrauensaufbau: Der Akt der kostenlosen Hilfeleistung fördert den Aufbau von Vertrauen innerhalb der Gemeinschaft. Es zeigt, dass die Mitglieder bereit sind, einander ohne finanzielle Anreize zu unterstützen, was zu einer stärkeren sozialen Bindung führen kann.
Es ist wichtig zu betonen, dass die Kostenlosigkeit im Kontext von H.e.l.f.a. nicht nur als Abwesenheit von Geldtransaktionen betrachtet wird, sondern als Ausdruck einer grundlegenden Haltung der Gemeinschaftsförderung und des gegenseitigen Engagements. Es steht im Einklang mit dem Ziel, eine humanere und unterstützende Gesellschaft aufzubauen, in der die Bedürfnisse jedes Einzelnen respektiert und erfüllt werden können.
Der Selbstkostenpreis ist der Preis, zu dem ein Produkt oder eine Dienstleistung hergestellt oder erbracht wird und der alle direkten Kosten abdeckt, die mit der Produktion oder Erbringung verbunden sind. Dies beinhaltet Kosten wie Materialien, Arbeitskosten, Betriebskosten und andere variable Ausgaben. Der Selbstkostenpreis berücksichtigt jedoch nicht unbedingt alle möglichen Kosten, die mit dem Geschäftsbetrieb verbunden sind, wie zum Beispiel Gemeinkosten oder bestimmte indirekte Kosten.
Die Berechnung des Selbstkostenpreises ist im Wesentlichen eine Möglichkeit für Unternehmen oder Organisationen, die tatsächlichen Kosten für die Herstellung oder Bereitstellung eines Produkts oder einer Dienstleistung zu ermitteln. Die Formel für den Selbstkostenpreis lautet:
Selbstkostenpreis = Direkte Kosten + Variable Kosten
Hierbei sind:
Direkte Kosten: Kosten, die direkt mit der Produktion oder Erbringung in Verbindung stehen und leicht einem bestimmten Produkt oder einer Dienstleistung zugeordnet werden können. Dazu gehören Materialkosten und direkte Arbeitskosten.
Variable Kosten: Kosten, die sich direkt mit der Menge der produzierten Einheiten ändern. Dazu gehören variable Betriebskosten.
Es ist wichtig zu beachten, dass der Selbstkostenpreis als Grundlage für die Festlegung von Verkaufspreisen verwendet werden kann. Organisationen können entscheiden, ob sie einen Selbstkostenpreis oder einen anderen Preis verwenden, abhängig von ihren Zielen, der Marktnachfrage und anderen geschäftlichen Überlegungen.
Im Kontext von H.e.l.f.a. wird die Berücksichtigung des Selbstkostenpreises bei Hilfeleistungen betont, um sicherzustellen, dass die erbrachte Unterstützung nachhaltig ist und keine finanziellen Verluste für diejenigen verursacht, die ihre Ressourcen teilen.
Materialkosten: In der Herstellung eines Produkts können die Kosten für die Rohstoffe oder Materialien, die direkt in das Endprodukt eingehen, als direkte Kosten betrachtet werden. Zum Beispiel sind die Kosten für Holz, Metall, Kunststoff oder andere Materialien, die zur Herstellung von Möbeln verwendet werden.
Direkte Arbeitskosten: Dies sind die Kosten für die Arbeitskraft, die direkt an der Herstellung oder Bereitstellung eines Produkts oder einer Dienstleistung beteiligt ist. Dazu gehören Löhne und Gehälter von Arbeitern, die direkt an der Produktion arbeiten, sowie Lohnnebenkosten wie Sozialversicherungsbeiträge und Leistungen.
Verpackungskosten: Wenn die Verpackung eines Produkts spezifisch für dieses Produkt entwickelt wird und nicht für mehrere Produkte verwendet wird, können die Kosten für diese Verpackung als direkte Kosten betrachtet werden. Dies könnte beispielsweise die Verpackung für ein bestimmtes Elektronikgerät sein.
Arbeitsmaterialien: Kosten für spezifische Materialien, die von einem Arbeitnehmer direkt für eine bestimmte Aufgabe oder Projekt verwendet werden. Zum Beispiel könnten Farben, Pinsel und Leinwände als direkte Kosten für einen Künstler betrachtet werden.
Lohnzuschläge: Zusätzliche Zahlungen oder Zuschläge, die direkt an Arbeitnehmer gezahlt werden und speziell mit einer bestimmten Aufgabe oder einem bestimmten Projekt verbunden sind. Dies könnte Überstundenzuschläge oder Gefahrenzulagen für gefährliche Arbeiten umfassen.
Spezielle Ausrüstung: Kosten für spezialisierte Ausrüstung, die ausschließlich für ein bestimmtes Projekt oder Produkt verwendet wird. Zum Beispiel könnte die Anschaffung eines speziellen Werkzeugs für die Herstellung eines Prototyps als direkte Kosten betrachtet werden.
Variable Betriebskosten: Dies sind Kosten, die sich mit der Produktionsmenge ändern und direkt mit dem Betrieb des Unternehmens zusammenhängen. Zum Beispiel können die Kosten für Energie, die zur Herstellung von Produkten verwendet wird, als variable Betriebskosten betrachtet werden. Je mehr Produkte hergestellt werden, desto höher sind die Energiekosten.
Variable Arbeitskosten: In einigen Fällen können auch bestimmte Arbeitskosten als variabel betrachtet werden, wenn sie direkt mit der Produktionsmenge zusammenhängen. Überstundenkosten oder zusätzliche Arbeitskräfte, die nur bei Bedarf eingestellt werden, könnten als variable Kosten betrachtet werden.
Direkte Versandkosten: Wenn die Versandkosten direkt mit der Anzahl der versandten Produkte variieren, können sie als variable Kosten betrachtet werden. Dies könnte bei einem Online-Einzelhändler der Fall sein, bei dem die Versandkosten pro versandter Einheit variieren.
Verkaufsprovisionen: Kosten, die direkt mit dem Verkauf eines Produkts oder einer Dienstleistung zusammenhängen. Wenn Verkaufsmitarbeiter eine Provision pro verkaufte Einheit erhalten, handelt es sich um variable Kosten.
Verpackungsmaterial: Kosten für das Material, das direkt für die Verpackung von Produkten verwendet wird. Diese Kosten können variieren, je nachdem, wie viele Einheiten verpackt werden müssen.
Versandgebühren: Wenn die Kosten für den Versand von Produkten direkt von der Anzahl der versandten Einheiten abhängen, handelt es sich um variable Kosten. Dies könnte bei Versanddienstleistungen der Fall sein, bei denen die Gebühren pro versandter Einheit variieren.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Zuordnung von Kosten zu direkten oder variablen Kategorien von der spezifischen Struktur und den betrieblichen Abläufen eines Unternehmens abhängt. In einigen Fällen können dieselben Kosten für unterschiedliche Unternehmen unterschiedliche Kategorien haben.
Die erste Regel bei H.e.l.f.a., die besagt, dass Hilfeleistungen entweder kostenlos oder zum Selbstkostenpreis angeboten werden sollen, ist aus mehreren Gründen von entscheidender Bedeutung:
Neue Art des Miteinanders etablieren: Die Regel setzt den Grundstein für eine neue Form des sozialen Miteinanders. Indem Hilfeleistungen kostenlos oder zum Selbstkostenpreis angeboten werden, wird ein Wertesystem gefördert, das auf Gemeinschaft und gegenseitiger Unterstützung basiert, anstatt auf rein wirtschaftlichen Prinzipien.
Förderung von Menschlichkeit und Liebe: Die Regel betont die Bedeutung von Menschlichkeit und Liebe innerhalb der Gruppen. Die Idee ist, dass Menschen sich nicht mehr ausschließlich von wirtschaftlichen Motiven leiten lassen, sondern vielmehr von einem gemeinsamen Interesse am Wohlergehen der Gruppe und der Förderung von Liebe und Mitgefühl.
Bewusstseinslenkung auf Wichtiges: Durch die Fokussierung auf kostenlose oder kostengünstige Hilfeleistungen wird das Bewusstsein weg von rein finanziellen Überlegungen gelenkt. Die Menschen werden ermutigt, ihre Ressourcen und Fähigkeiten in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen, ohne primär auf finanzielle Gewinne ausgerichtet zu sein.
Grundlage für eine Schenkungsgesellschaft: Die Regel strebt die Etablierung einer Schenkungsgesellschaft an, in der die Menschen bereit sind, ihre Fähigkeiten, Zeit und Ressourcen großzügig zu teilen. Dies fördert eine Kultur des Gebens und des Teilens, die über rein marktwirtschaftliche Prinzipien hinausgeht.
Anwendbarkeit in verschiedenen Gesellschaftsformen: Die Regel betont, dass das H.e.l.f.a.-Konzept in verschiedene Gesellschaftsformen integriert werden kann. Unabhängig von der vorherrschenden Struktur einer Gesellschaft bietet die Regel einen Rahmen, der auf die Förderung von Zusammenarbeit und Liebe abzielt.
Insgesamt ist die erste Regel also von zentraler Bedeutung, um eine Grundlage für eine humane, unterstützende und liebevolle Gesellschaft zu schaffen, die über rein ökonomische Prinzipien hinausgeht.
Die Regel, dass Hilfeleistungen bei H.e.l.f.a. entweder kostenlos oder zum Selbstkostenpreis angeboten werden sollen, bedeutet nicht:
Ausschluss von individuellen Bedürfnissen: Die Regel bedeutet nicht, dass individuelle Bedürfnisse, insbesondere finanzielle Bedürfnisse, ignoriert werden. Sie soll lediglich sicherstellen, dass die primäre Motivation für Hilfeleistungen nicht auf finanziellen Gewinnen beruht.
Entwertung von Fachkenntnissen: Die Regel bedeutet nicht, dass Fachkenntnisse und Fähigkeiten nicht geschätzt oder anerkannt werden. Menschen sollen ihre Fähigkeiten weiterhin einbringen und wertschätzen können, auch wenn die Hilfeleistungen kostenlos erbracht werden.
Ausschluss von individuellen Lebenshaltungskosten: Die Regel bedeutet nicht, dass die Lebenshaltungskosten derjenigen, die Hilfe anbieten, nicht berücksichtigt werden. Der Selbstkostenpreis bezieht sich darauf, dass die Kosten, die unmittelbar mit der Erbringung der Hilfeleistung verbunden sind, gedeckt werden können, ohne jedoch zusätzlich Gewinn zu erzielen.
Abwertung von professionellen Dienstleistungen: Die Regel bedeutet nicht, dass professionelle Dienstleistungen keine Anerkennung erfahren sollen. Auch wenn Hilfeleistungen kostenlos oder kostengünstig angeboten werden, können professionelle Standards aufrechterhalten werden.
Aufforderung zu finanziellen Opfern: Die Regel bedeutet nicht, dass Menschen finanzielle Opfer bringen müssen, um Hilfe anzubieten. Vielmehr sollen sie ermutigt werden, ihre Ressourcen großzügig zu teilen, ohne dabei in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.
Ausschluss von gemeinsamen Entscheidungen: Die Regel bedeutet nicht, dass gemeinsame Entscheidungen innerhalb der Gruppen nicht respektiert werden. Vielmehr soll sie sicherstellen, dass die Grundprinzipien des kostenlosen oder kostengünstigen Helfens im Einklang mit den Zielen und Werten der Gruppe stehen.
Zusammengefasst soll die Regel nicht als Einschränkung oder Entwertung individueller Bedürfnisse und Fähigkeiten verstanden werden, sondern vielmehr als Wegweiser für eine gemeinschaftsorientierte, unterstützende und liebevolle Zusammenarbeit.
Projektanfang (06.09.2020)
Projektende